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metroSNAP

So kaufen wir in Zukunft ein

metroSNAP ist die supermodulare Mobilitätsplattform für Überall-Geschäftsmodelle

Ein Hybrid aus Onlineplattform und klassischem Geschäft

Oder auch: Wieso der aktuelle Online-Handel schon bald an seine Grenzen stoßen wird und neue Geschäftsmodelle umgesetzt werden müssen.

Der Online-Handel boomt, und er bezieht auch den Fresh-Food-Bereich immer stärker ein. Das grundlegende Problem dabei: Die letzte Meile. Auch, wenn man in Zukunft ohne Mindestbestellwert bequem von daheim aus sein täglich Brot bestellen kann, ist der Weg vom Verteiler-LKW zur Haustüre noch immer eine kaum zu bewältigende Hürde für die Logistik. Denn natürlich ist der Kunde gar nicht zuhause, wenn der Fahrer seine Route an Werktagen abklappert. Frische Nahrungsmittel lassen sich nun mal schlecht beim Nachbarn abgeben oder vor der Türe ablegen. Lieferboxen indes sind hierzulande noch wenig bekannt und in der Folge kaum genutzt. Würde man als Reaktion darauf nun die Möglichkeit anbieten, den Kunden die Lieferzeit aussuchen zu lassen, ist davon auszugehen, dass vor 18 Uhr kaum Bestellungen angefordert würden. Wie sollte sich das in den ohnehin schon teils massiv überlasteten Verkehrsnetzen der Großstädte realisieren lassen? Dazu kommt: Auch im kommenden Zeitalter der Autonomie lässt sich dieser Schritt nicht automatisieren oder von Maschinen übernehmen. Oder glaubt wirklich jemand an Drohnen oder Roboter-Hündchen, die Produkte liefern und sogar in den Briefkasten werfen können?

Wie metroSNAP die letzte Meile elegant umgeht
 

metroSNAP geht einen anderen Weg. Hinter dem Gemeinschaftsprojekt steken der Schweizer Innovator Rinspeed sowie viele weitere Partner: SAP, Osram, Ernst & Young, ESG Mobility. In kooperativer Zusammenarbeit hat die ESG Mobility den Prototypen einer supermodularen Mobilitätsplattform entwickelt, die sich für fast jede Art neuer Geschäftsmodelle, beispielsweise im Einzelhandel oder Paketzustellungsdienst, einsetzen lässt. So auch im Beispiel der Lieferung von Convenience Food an Endkunden. Bei metroSNAP sind das Fahrwerk ("Skateboard") und die Aufbauten ("PODs") beliebig austauschbar.Das Fahrwerk ist als vollautonome Serviceplattform geplant, während die Aufbauten an den jeweiligen Business Case des Betreibers angepasst werden. Der POD des metroSNAP wird im Stadtgebiet abgesetzt, um beispielsweise Lebensmitteleinkäufe an Ort und Stelle zu ermöglichen, oder die Post an relevanten Verkehrs-Knotenpunkten abgeben zu können. metroSNAP wird somit zum ersten logischen Schritt, um täglich wiederkehrende Aufgaben für Menschen bedarfsgerecht und dezentralisiert zu lösen. Und es ist eine Lösung für die Hürde der letzten Meile. Denn die wenigen Meter bis zum nächsten POD lassen sich bequem in den Alltag einbauen, zum Beispiel auf dem Heimweg von der Arbeit.

In A Nutshell

  • Machine Learning
  • Deep Reinforcement Learning
  • Fleet Management
  • Digitaler POS
  • Eventbased-Data-Collection
Dr. Daniel Isemann ESG Mobility | © ESG Mobility
Dr. Daniel Isemann
Leiter Domäne metroSNAP

Frag uns was!

 
Nur per Maschine Learning herauszufinden: Die umsatzstärksten Positionen im Stadtgebiet
 

Der Einzelhandel stellt sich bei der Standortplanung stets die Frage nach der optimalen Location. Die Chancen von permanent wechselnden Standorten wurden bislang nicht erkannt - sind jedoch enorm vielversprechend. Die Herausforderung, die richtige Position im Stadtgebiet zum Absetzen des PODs vorherzusagen und diese über den Tag hinweg zu optimieren, lässt sich nur durch maschinelles Lernen sinnvoll lösen. Die ESG Mobility hat daher ein Recommender-System entwickelt, das genau diese optimalen Standorte vorhersagt. Herzstück des Verfahrens ist das sogenannte Deep-Reinforcement Learning, das als Zielgröße den Umsatz der PODs im Gesamtnetz verfolgt. Unser Ansatz benötigt zum Start keine bestehenden Datensätze und ermöglicht es neuen Geschäftsmodellen somit, sofort produktiv anzulaufen.

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K.I.-basiertes Vorschlagssystem direkt im metroSNAP Flottenmanagement integriert
 

Betreiber sollen künftig mit einem übersichtlichen Flottenmanagement-Tool alle notwendigen Funktionen ihres Geschäftsmodells und damit der PODS steuern und verwalten können. Dabei trennen wir zwischen Betreibern eines beliebigen Geschäftsmodells und der Mobility Service-Plattform, die alle technischen Funktionen bereitstellt. Geschäftsmodelle wie das Beispiel des Convenience Food Stores lassen sich damit zeitnah umsetzen, der Betreiber nutzt die Plattform und kann die Mobilität somit voraussetzen. Entlang des intelligenten, stets weiter lernenden Vorschlagssystems lässt sich nicht nur die Beladung mit geeigneten Produkten managen, sondern auch die Performance des Gesamtsystems - und damit des Umsatzes - managen.

Dank metroSNAP nicht länger auf das autonome Fahren warten
 

Kaum ein anderer Technologie-Bereich hat in den letzten Jahren eine so starke Phase der Ernüchterung erlebt wie das autonome Fahren. Level-5-Autonomie wird von den Experten der Branche Jahr für Jahr weiter in die Zukunft gerückt. Die finanziellen Mittel der Konzerne werden langsam, aber stetig, immer dünner. Grund genug, an Lösungen zu feilen, die davon nicht vollständig abhängig sind.

Für den Business Case des metroSNAP ist es im ersten Schritt tatsächlich unerheblich, ob die Skateboards komplett autonom fahren, oder ob zunächst eine Variante mit Fahrer genutzt wird. Das große Potential erreicht die Mobilitätsplattform nicht ausschließlich durch Autonomie, sondern speziell dadurch, dass aus bisherigem, POS-gebundenem Business ein wirklich digitales Geschäftsmodell entsteht. Ein Modell, bei dem sich das Nutzungs- und Konsumverhalten der Kunden ablesen, optimieren und präzise vorhersagen lässt. Jeglicher Einkauf via metroSNAP erfolgt digital und erzeugt somit Kundendaten mit hohem Wert.

Zusammen mit den Partnern von Rinspeed arbeitet die ESG Mobility an einer Weiterführung dieses Konzepts. Vielleicht wird das Stadtbild der Zukunft bald durch die PODS mit hohem Wiedererkennungswert mitbestimmt. Wünschenswert wäre es allemal, denn nicht nur das Problem der letzten Meile wird adressiert - es wird auch störender Verkehr im Straßennetz der Städte reduziert. Vielleicht ist es an der Zeit nicht nur für die unkomplizierte Erfüllung alltäglicher Probleme der Menschen, sondern auch für ein Ende der LKW-Kolonnen in den Städten.