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Intelligentes Laden von E-Autos
10.07.2019

Intelligentes Laden von E-Autos – ESG MOBILITY arbeitet bereits jetzt an vorausschauenden Lösungen

Dass E-Mobilität keine Illusion mehr ist, sondern das Modell der Zukunft, hat sich mittlerweile schon herumgesprochen. Dennoch haben Viele noch Scheu vor einem Umstieg, denn der Gedanke an die ständige Suche nach einer Ladestation und das lästige Hantieren mit dem Kabel ist für den Verbraucher äußerst unattraktiv. Auch aus diesem Grund steht das induktive, also kontaktlose Laden bei den Herstellern sehr weit oben auf ihren To-Do-Listen. Über dieses Problem hinaus ergeben sich durch die positive Entwicklung der E-Mobilität aber auch deutlich weitreichendere Folgen – nicht nur für den Verbraucher, sondern für den ganzen Staat.

E-Mobilität stellt das Stromnetz vor eine große Herausforderung

2035 wird nämlich bereits jedes dritte Auto auf den deutschen Straßen elektrisch angetrieben sein – mitunter auch dank dem bequemen induktiven Laden. Und daraus entsteht eine große Herausforderung für die Stromversorgung, da das deutsche Stromnetz für diese Menge an E-Autos aktuell nicht ausgelegt ist. Stand jetzt kann es ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent flächendeckend zu Stromausfällen kommen. Punktuell werden schon in den kommenden fünf bis zehn Jahren Versorgungsengpässe entstehen, etwa in urbanen Gebieten mit einer höheren Affinität zur Elektromobilität.* Ein entsprechender Netzausbau entspräche einem Milliarden-Invest.

Forschungsprojekt „FEEDBAC CAR“ – ist das die Lösung?

ESG MOBILITY hat dieses Dilemma vorausschauend erkannt und will diesem frühzeitig Abhilfe verschaffen. Konkret wird dafür gerade gemeinsam mit Bund, Fahrzeugherstellern, Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und Dienstleistern im Forschungsprojekt „FEEDBAC CAR“ an einer Lösung gearbeitet: ein intelligentes Lademanagement für E-Fahrzeuge.  
Mit dieser intelligenten Lade-Technologie wird nicht nur das Stromnetz stabilisiert und fit für die E-Mobilität gemacht, sondern auch das Energiemanagement von Morgen gestaltet.
Die Intelligenz des Systems besteht in der zeitlichen Planung und Steuerung eines induktiven Lade- bzw. Entladevorgangs. Die Basis ist die induktive Übertragung elektrischer Energie - sowohl vom speisenden Stromnetz an das Fahrzeug als auch vom Fahrzeug zurück zum Versorger.

Theorie vs. Praxis – nur nette Worthülsen oder auch umsetzbar?

In der Theorie klingt das ganz simpel, aber ist auch die Handhabung so einfach? Definitiv ja!
Der Fahrzeughalter wählt seinen Abfahrtszeitpunkt und die gewünschte Energiemenge aus, mit der das Fahrzeug geladen werden soll. Anhand dieser Informationen kann die intelligente Ladefunktion das Fahrzeug zeitgesteuert zu den kostengünstigsten Tarifen laden. Das System kontrolliert die Einhaltung der geforderten Energiemenge vollautomatisch.

Die Vorteile für den Fahrzeughalter liegen dabei auf der Hand: Nachttarife werden genutzt, um das Fahrzeug preisgünstig zu laden. Bei hohen Strompreisen wird Energie ins Netz zurück gespeist. Und es kann nicht nur die zuvor aus dem Stromnetz bezogene Energie gewinnbringend gemanaged werden, sondern auch selbst erzeugter Strom, beispielsweise aus der Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, gewinnbringend ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Das eigene Fahrzeug wird somit zum mobilen Energiespeicher und sogar die Rückspeisung von Energie aus dem E-Auto ins Eigenheim (Vehicle-2-Home) funktioniert dabei einwandfrei.

Intelligentes Laden – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Wenn sich also das intelligente Laden von E-Autos durchsetzt, könnte der kostenintensive Netzausbau vollständig überflüssig werden. Der Netzbetreiber kann Lastspitzen für Ladeprozesse von Elektrofahrzeugen im Netzverbund besser planen und regulieren. Bei einem instabilen Stromnetz können Elektrofahrzeuge mit induktiver Ladetechnik zur Versorgungsstabilisierung herangezogen werden.

ESG MOBILITY wird auf diesem Weg ihre Kompetenzen im Bereich E-Mobilität, Ladetechnologien und auch Vehicle-2-Home/Vehicle-2-Grid nutzen, um dieses zukunftsträchtige Projekt voranzutreiben und erfolgreich umzusetzen.

* Quelle: 2018 Oliver Wyman „Blackout – E-Mobilität setzt Netzbetreiber unter Druck“

Bilder: Copyright c Zollner Elektronik AG

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